Page 25 - Hund & Jagd Nr.1
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Rund um den Hund
Deckung ist sehr wichtig für das natürliche und Abwehr- • das jagdliche Verhaltenspotenzial zu prüfen und auszu-
verhalten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich im formen,
Gatter „Rennsauen“ entwickeln, die für die Arbeit untauglich • dem Hund die Gelegenheit zu geben, die Wehrhaftigkeit
sind. von Schwarzwild zu erkennen und
Nichtausreichende Deckung wäre außerdem nicht tier- • sein Verhalten anzupassen.
schutzkonform.
Besondere Schlafplätze (im Ruhegatter) sind bei nicht Im Schwarzwildgatter lernt der Hund am eig-
ausreichendem natürlichem Angebot an Überdachung erfor- nen Erfolg und Misserfolg
derlich. Sauen sind im Gatter anwesend, Witterung ist für den Hund
Bei gattereigener Reproduktion ist ein überdachter Schlaf- überall wahrnehmbar: eine einprägsame Lernerfahrung.
platz für Frischlinge notwendig. Der Hund wird sichtig an die Sau herangeführt und kann ihr
Die Anlage einer Distanzgasse zwischen Ruhegatter Erscheinungsbild erfassen.
und Arbeitsgatter ist zu empfehlen. Eine solche Maßnahme Wenn der Hund Sauen bedrängt und sie zum Abspringen
unterstützt den störungsfreien Betrieb und die Prüfungsab- bringt (mit Führerunterstützung), wertet er ihre Flucht als Er-
nahme in Arbeitsgatter. folg, der lernbiologisch dauerhaft wirkt.
Der Sauen verfolgende Hund erlebt, wie sich Sauen stellen,
Ausbildungsinhalte und Methoden erfährt ihre Attacken und lernt lebenserhaltend damit umzu-
Die jagdnahen Bedingungen eines Schwarzwildgatters sind gehen.
bestens geeignet, Jagdgebrauchshunde auf die Sauenjagd
vorzubereiten. Die lernbiologischen Möglichkeiten des Gat-
ters haben jagdpraktische Auswirkungen.
Das Schwarzwildgatter macht es möglich: Der im Gatter zum Suchen geschickte Hund weiß durch Vor-
• Die Begegnung des Hundes mit Schwarzwild gezielt und bereitung, dass Sauen in Reichweite sind und er kann sie
kontrolliert herbeizuführen, dabei finden, wenn er motiviert ist. Sauenfinder können erkannt
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