Page 24 - Hund & Jagd Nr.1
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Rund um den Hund
halten der Sauen. Rotation
• Das Mindestgewicht soll aus Gründen der Verhältnis- • Am produktivsten arbeiten Gattersauen über einen Zeit-
mäßigkeit zum Hund 30 kg betragen. raum von 4 bis 5 Jahren.
• Eine selbstbewusste Wehrhaftigkeit muss gege- • Die Eingewöhnung bis zur ersten Arbeit im Gatter sollte
ben sein. Bei der Begegnung zwischen Sauen und Jagd- kontinuierlich aufgebaut werden und kann bis zu einem
hund muss die Verhältnismäßigkeit stimmen. Jahr betragen
• Die Gesundheit der Sauen ist eine vorrangige Aufga- • ausgehend vom Zeitpunkt des Frischens.
be. Standard: 2 Mal pro Jahr erfolgt eine Visitation durch • Bei neuem Besatz muss jeder Übungstag von dem Gat-
einen Tierarzt, 2 Mal im Jahr werden Wurmkuren durch- termeister analysiert werden hinsichtlich der Belastbar-
geführt ggf. auch eine Ektoparasiten-Behandlung. keit und Abwehrfähigkeit der Sauen.
Verhalten zu Menschen: Die Sauen müssen durch Haltung
den Gattermeister manipulierbar und handhabbar sein. Häu- • Die Größe des Ruhegatters soll 2.000 bis 5.000 m² pro
figer Kontakt zu fremden Menschengruppen ist zu vermei- Sau betragen. Entscheidend für die tierschutzgerechte
den, und die Anzahl der Kontaktpersonen muss eingegrenzt Haltung ist außerdem die richtige Auswahl eines artge-
werden. rechten Biotops mit Mischwaldbestockung, ausreichen-
Soziale Aspekte in der Gruppe der Anteil von Kieferngehölzen mit Farnkrautflächen,
• Sauen haben ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Sonnenplätzen und windstillen Räumen, Mast tragenden
Das Leben in der sozialen Gemeinschaft steht auch für Bäumen, Grünflächen, Trockenplätzen und geeigneten
das Wohlbefinden der Sauen an erster Stelle. Schlafplätzen.
• Die Haltung in einer Gruppe ist daher vorzuziehen.
• Die Zusammenführung in eine Gruppe orientiert sich am Fütterung: Ausgewogene Zufütterung (etwa 2 kg pro
„Familienprinzip“. Der Keiler kann fremdblutig sein. Sau), wenn das Gatterbiotop ein natürliches Fraßangebot
• Geschlechterverhältnis 1:2 (Keiler:Bachen) (Gras, Frischlaub, Wurzeln, Kerfe usw.) zur Verfügung stellt.
• Eine differenzierte Altersstruktur ist optimal für Wenn möglich dem jahreszeitlichen natürlichen Fraßangebot
vielfältige methodische Arbeit und individuellen Zuschnitt und dem Bedürfnis der Sauen nachkommen (z.B. im Herbst
auf einzelne Jagdhunde. Eicheln aufkaufen). Ob Zufütterung oder Fütterung, sie sollte
• Der Gattermeister muss die Sauen handhaben kön- nur mit artgerechten Futtermitteln erfolgen. Sauen bekom-
nen – auch über den Futteraspekt. Gatterpersonal mit men nur so viel Futter, wie sie täglich aufnehmen – auch aus
Betreuungsaufgaben sollte das Vertrauen der Sauen hygienischem Aspekt.
durch vielseitige
• Kontakte und feste Kommunikationsmuster gewinnen. Suhlen und Mahlbäume müssen in allen Arbeits- und Ru-
• Gattersauen unterscheiden sich von wild lebenden Sau- hezonen vorhanden sein. Suhlplätze sind lebensnotwendig
en dadurch, dass sie sich öfter stellen, immer effizienter in jeder Jahreszeit. Sie dienen nicht primär für Schöpfen,
und arbeitsteiliger arbeiten. sondern der Körperpflege und Körpertemperaturregelung.
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