Page 68 - Hund & Jagd Nr.1
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Vereine & Verbände



                                                              DW:

                                                              Alles gar nicht so schlimm?


                                                              Alles gar nicht so schlimm? Zu diesem Schluss könnte man
                                                              kommen  nach  der  Lektüre  einer  „Statistischen  Untersu-
                                                              chung zur ED-Situation beim Deutschen Wachtelhund“, die
                                                              Dr. Gabriele Schiller und Dr. Reiner Beuing von der TG-Ver-
                                                              lags GmbH am 24. Mai abgeschlossen haben. Zehn Tage
                                                              später fand die Hauptversammlung des Vereins für Deutsche
                                                              Wachtelhunde in Baiersbronn statt. Dort waren die Skeletter-
                                                              krankungen beim DW zwar ein Hauptthema. Die statistische
                                                              Untersuchung wurde dort aber mit keinem Wort erwähnt.
                                                         Meldungen Vereine & Verbände
                                                              Im Ergebnis kommen Schiller und Beuing zu dem Ergebnis,
                                                              dass Ellenbogengelenksdysplasie (ED) und IOCH (Unvoll-
                                                              ständige Verknöcherung der Wachstumsfuge der Oberarm-
                                                              gelenkwalze) getrennt betrachtet werden sollten. Die Erblich-
                                                              keit von ED sei nur gering, weshalb auch keine Zuchtsperren
                                                              ausgesprochen  werden  sollten.  Tiere  mit  ED-Symptomen
                                                              sollten, wenn sie gute Jagdhunde seien, in der Zucht zeigen,
                                                              ob es sich im Einzelfall um ein Haltungs- oder Ernährungs-
                                                              problem handele.
                                                              Schiller und Beuing empfehlen dem Verein die Zuchtwert-
                                                              schätzung, für die der TG-Verlag ein kostenpflichtiges Pro-
                                                              gramm anbietet. Gerade bei kleinen Populationen, wie es die
                                                              Rasse Deutscher Wachtelhund zweifellos ist, wird allerdings
                                                              der Sinn der Zuchtwertschätzung in der Wissenschaft be-
                                                              zweifelt.









                                                              DTK:
                                                              Kreuzungsverpaarung erlaubt


                                                              Darauf  werden  viele  Kleinteckelzüchter  gewartet  haben:
                                                              Der VDH-Zuchtausschuss hat einem Antrag des Deutschen
                                                              Teckelklubs zugestimmt und lässt in Zukunft Kreuzungsver-
                                                              paarungen  bei Kaninchen- und Zwergteckeln der lang- und
                                                              rauhaarigen Rassen zu.
                                                              Ab sofort sind Sondergenehmigungen nicht nur im Kurzhaar-
                                                              bereich, in dem sie schon seit 2009 erteilt wurden, sondern
                                                              auch bei den beiden anderen Haararten möglich. Die Son-
                                                              dergenehmigungen kosten jeweils 50 Euro. Anträge müssen
                                                              über den Landeszuchtwart an den Bundeszuchtwart gestellt
                                                              werden.
                                                              Hintergrund dieser Sondergenehmigung ist ein enger Gen-
                                                              pool in beiden Rassen, der auf diese Weise erweitert werden
                                                              soll.




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